Anarchistisch Syndikalistische Jugend Münster http://asjmuenster.blogsport.de Sun, 12 Sep 2010 19:58:24 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Wir haben uns aufgelöst http://asjmuenster.blogsport.de/2010/09/12/wir-haben-uns-aufgeloest/ http://asjmuenster.blogsport.de/2010/09/12/wir-haben-uns-aufgeloest/#comments Sun, 12 Sep 2010 19:58:24 +0000 ASJ-MS1 Allgemein http://asjmuenster.blogsport.de/2010/09/12/wir-haben-uns-aufgeloest/ Wir haben uns auf Beschluss der letzten noch aktiven Mitglieder aufgelöst.

Bei Interesse an einer Neugründung oder sonstigem Kontakt wendet euch an faums8@fau.org, ein ehemaliges ASJ- und jetziges FAU-Mitglied.

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http://asjmuenster.blogsport.de/2010/09/12/wir-haben-uns-aufgeloest/feed/
Christliche FundamentalistInnen hatten keinen Spaß – wir schon! http://asjmuenster.blogsport.de/2010/03/17/christliche-fundamentalistinnen-hatten-keinen-spass-wir-schon/ http://asjmuenster.blogsport.de/2010/03/17/christliche-fundamentalistinnen-hatten-keinen-spass-wir-schon/#comments Wed, 17 Mar 2010 19:55:54 +0000 ASJ-MS1 Allgemein http://asjmuenster.blogsport.de/2010/03/17/christliche-fundamentalistinnen-hatten-keinen-spass-wir-schon/ 1000 Kreuze
Am letzten Samstag, dem 13. März, wollten knapp 100 betende
fundamentalistische ChristInnen in Münster mit weißen Holzkreuzen gegen
Abtreibung, Homosexualität und Selbstbestimmung protestieren.

Dank ca. 200 kreativer GegendemonstrantInnen wurde der Aufmarsch der
religiösen FundamentalistInnen aus zumeist evangelikalem Umfeld, die

- „Frauen“ das Recht auf Selbstbestimmung absprechen und somit die
Gesellschaft um eine ihrer wenigen größeren Errungenschaften der
letzten 100 Jahre bringen ,

- in ihrem Anti-Abtreibungswahn nicht davor zurückschrecken, die
Shoah (den Holocaust) zu relativeren und mit der gängigen
Abtreibungspraxis gleichzusetzen,

- in ihren Publikationen immer wieder „die Rettung der
Überlegenheit des Europäischen Volkes“ über sogenannte „dunkle
Kulturen“ propagieren,

-homophob gegen die freie Wahl der Sexuellen Orientierung hetzen ,

nicht nur erfolgreich übertönt, sondern wurde durch das Engagement
vieler Einzelpersonen und Gruppen, wie auch der ASJ-Münsterland, zu einer Demo für Selbstbestimmung und Emanzipation.

Dont pray – go gay!

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Aufruf: Für ein selbstbestimmtes Leben – Rechtes Märchenland zerlegen! http://asjmuenster.blogsport.de/2010/03/17/aufruf-fuer-ein-selbstbestimmtes-leben-rechtes-maerchenland-zerlegen/ http://asjmuenster.blogsport.de/2010/03/17/aufruf-fuer-ein-selbstbestimmtes-leben-rechtes-maerchenland-zerlegen/#comments Wed, 17 Mar 2010 19:40:32 +0000 ASJ-MS1 Allgemein http://asjmuenster.blogsport.de/2010/03/17/aufruf-fuer-ein-selbstbestimmtes-leben-rechtes-maerchenland-zerlegen/ Von hier entnommen:

Der März wird heiß
Die rechtspopulistische „Bürgerbewegung pro NRW“ kündigt für das letzte Märzwochenende eine „internationale Konferenz für die Einführung eines Minarettverbots“ an. Neben mehreren Aktionen im Ruhrgebiet, soll der Höhepunkt dieses Wochenendes ein „Sternmarsch“ am 28. März auf die Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh sein. Die Abschlußkundgebung ist von 11 bis 19 Uhr vor der Moschee angemeldet. Ganz in der Tradition der bereits gefloppten „Anti-Islamisierungs Kongresse“ in Köln kündigt pro NRW 1000 Teilnehmer_innen an.

Um im Blick auf die kommende Landtagswahl in NRW nicht ins Hintertreffen zu geraten, hat der Landesverband NRW der NPD vor, am gleichen Wochenende „zwei öffentlichkeitswirksame Aktionen in der Rhein-Ruhr Metropole Duisburg“ durchzuführen. Höhepunkt soll ebenfalls eine Demonstration am 28. März in Duisburg mit dem Motto „Der kulturellen, ethnischen und religiösen Überfremdung unserer Heimat entgegentreten – Keine islamische Machtsymbolik in unseren Städten und Gemeinden!“ sein. Am Vortag, dem 27. März, will die NPD-NRW eine Kundgebung vor der Merkez-Moschee durchführen.

Das gesamte rechte Spektrum vom rechten Rand der CDU und Pro-NRW über die NPD bis hin zu freien Kameradschaften hat ein neues Lieblingsthema gefunden, so wollen die selbsternannte „Bürgerbewegung pro NRW“ und die neonazistische NPD versuchen ihren Profit aus der aktuellen Diskussion um eine angebliche „Islamisierung“ Europas und dem Minarettverbot in der Schweiz zu schlagen und weiter einen “Kampf der Kulturen” zu schüren. Gerade in Duisburg hoffen die Rechtspopulist_innen von pro NRW auf Wähler_innenstimmen bei der Landtagswahl und haben, kurze Zeit nach der Ankündigung ihrer Aktionen, für alle Duisburger Wahlkreise Direktkandidat_innen aufgestellt.

Antifaschistisch, emanzipatorisch, selbstbestimmt!
Unter dem Motto „Für ein selbstbestimmtes Leben – Rechtes Märchenland zerlegen!“ rufen wir dazu auf, die Aktionen von pro NRW, NPD und Co. ins Leere laufen zu lassen. Keine menschenverachtende Propaganda auf den Straßen unserer Stadt oder sonst wo!

Aus emanzipatorischer Perspektive geht es uns hierbei nicht darum, den Islam (bzw. Moscheen) als solchen zu verteidigen, sondern die geplanten Aktionen von pro NRW und NPD aber auch die Art und Weise, wie über Menschen mit Migrationshintergrund gesprochen und diskutiert wird, als rechte Hetze zu entlarven. Die propagierten Ressentiments stellen die vermeintlichen Muslim_innen als eine homogene Masse jenseits verschiedener Hintergründe und gesellschaftlicher Prägungen dar.
Im Umkehrschluss würde dies aber auch bedeuten, dass alle hiesigen vermeintlichen Christ_innen gleich wären, wenn man sich derart simpel gestrickter Argumente bedient.
Pro NRW und NPD liefern dabei keine tatsächlich fundierte Kritik am Islam, Verweise auf die Rechte von Frauen oder gar Homosexuellen sind lediglich der Versuch ihre Fremdenfeindlichkeit mit dem Deckmantel des Humanismus zu verhüllen.
Eine wahrhaft emanzipatorische Kritik des Islam und des Islamismus muss sich nämlich radikal mit den reaktionären und patriarchalen Elementen sowie deren Ursachen auseinandersetzen. Solch eine Kritik muss sich genauso vehement gegen die Widerlichkeiten der „deutschen Hochkultur“ wenden.

Weder die soziale Frage, noch die Ursachen, die Phänomene wie Islamismus auslösen, werden grundlegend erörtert. Stattdessen wird von pro NRW und NPD eine Angst gegen „das Fremde“ geschürt. Die Profilierung als Schützer_innen der abendländischen Werte übertüncht nur schwach das verzerrte Selbstbild. Die abendländischen Werte sind auch nur ein weiteres herbeihalluziniertes Konstrukt um andere Kulturkreise abzuwerten. Dass die Barbarei auch hier in Deutschland im Rahmen des Kapitalismus stattfindet und ebenfalls alle anderen Regionen der Welt in Mitleidenschaft zieht, wird offensichtlich ausgeklammert. Stattdessen wird die Fremdbestimmung durch den Kapitalismus auf „den Fremden“ projiziert, der Schuld an der Misere der hiesigen Gesellschaft sei. Damit wird von der eigenen Verantwortung in diesem Geflecht abgelenkt.

Auch wenn die Protestaktionen am 27./28. März in erster Linie darauf abzielen die Hetze von pro NRW und NPD zu verhindern, gilt es dabei eine emanzipatorische Perspektive zu wahren.
Nur eine radikale Kritik der bestehenden Verhältnisse und ein progressiver Ansatz ermöglichen ein selbstbestimmtes Leben in einer befreiten Gesellschaft.
Deshalb fordern wir neben Aktionen gegen pro NRW, NPD und allen anderen Rechten, die glauben in Duisburg agieren zu können, auch eine fundamentale Kritik an den herrschenden Verhältnissen, die nationalistische, fremdenfeindliche und menschenverachtende Ideologien erst ermöglichen und fördern.
Eine Gesellschaft, in der Konkurrenz und Leistung wesentliche Bestandteile des Zusammenlebens der Menschen bilden, wird immer Ausgrenzung von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen (re-)produzieren. Menschen, die sich aufgrund ihrer sozialen Situation, oder auf der Suche nach Halt und Identität, rechten oder religiös-fundamentalistischen Gruppen zuwenden, wird es solange geben, wie es die zerstörerische Ausbeutung durch Lohnarbeit und Klassengesellschaft gibt. Eine Veränderungen der Umstände zum Guten hin können diese Gruppen aber nicht bieten. Nur wenn die Menschen, die unter diesen Umständen leben müssen, anfangen ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und die Welt in der sie leben miteinander zu gestalten wird es ein Ende von Lohnarbeit, Konkurrenz, Leistungszwang, Fremdenfeindlichkeit, Marginalisierung und all den anderen Übeln, die der Kapitalismus hervorbringt und alltäglich reproduziert, geben.

In diesem Sinne: Für ein selbstbestimmtes Leben – Rechtes Märchenland zerlegen!

Was kann ich tun?
Informiert euch und Andere. Sagt es weiter im Freundeskreis, in der Familie, in der Schule, in der Uni, im Betrieb und
kommt zahlreich am 27. und 28. März nach Duisburg.
Beteiligt euch an den Massenblockaden und dezentralen Aktionen!
Achtet auf weitere Ankündigungen und schaut auf unseren Blog.
Aktuelle News kriegt ihr auch über unseren Twitter.

27.03 Duisburg NPD Kundgebung verhindern!
28.03 Duisburg NPD und pro-NRW Aufmärsche verhindern!

Gemeinsam werden wir dem rechten Mob auf der Straße entgegentreten und dieses Wochenende für Nazis und Rechtspopulisten_innen zum Desaster machen!

Blockieren.Sabotieren.Abservieren.

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http://asjmuenster.blogsport.de/2010/03/17/aufruf-fuer-ein-selbstbestimmtes-leben-rechtes-maerchenland-zerlegen/feed/
Alles für Alle! – Für die soziale Revolution! http://asjmuenster.blogsport.de/2010/01/24/alles-fuer-alle-fuer-die-soziale-revolution/ http://asjmuenster.blogsport.de/2010/01/24/alles-fuer-alle-fuer-die-soziale-revolution/#comments Sun, 24 Jan 2010 14:17:31 +0000 ASJ-MS1 Allgemein http://asjmuenster.blogsport.de/2010/01/24/alles-fuer-alle-fuer-die-soziale-revolution/ BildEin Aufruf des Sozialrevolutionären und Antinationalen Blocks zur Studidemo am 30. Januar in Frankfurt am Main. Unterstützt auch von der ASJ-Münsterland

Hinfahrt mit dem AStA-Bus: 30.1. | 8:30 Uhr | Bremer Platz
Rückfahrt ab FFM:
Gleicher Tag | 18:00 Uhr
Eigenbeteiligung:
7€ VVK im AStA Büro

Für den 30.01.10 ruft das Protestplenum Frankfurt zu einer bundesweiten Demonstration unter dem Motto „Die Uni gehört allen – Unser Leben in unsere Hände!“ auf. Auch das sozialrevolutionäre & antinationale Krisen-Bündnis Frankfurt ruft zur Beteiligung an der Demonstration auf.

Denn nicht nur im Bildungswesen, an Schulen, Hochschulen und Kitas ergreifen die Menschen in den letzten Jahren die Initiative, gehen auf die Straße oder besetzen Gebäude, um gegen die von ihnen als bedrückend empfundenen Verhältnisse anzukämpfen. Auch Auszubildende, Hartz IV-Empfänger_innen, Arbeiter_innen, Umweltschützer_innen und Migrant_innen kämpfen gegen das Fortbestehen einer Welt, die vor allem Verlierer_innen kennt.

Oftmals bleiben diese Kämpfe in ihren Forderungen und Aktionen aber in der Logik des Kapitals gefangen. So lassen sich viele Forderungen der Studierenden im aktuellen Bildungsprotest als Belehrung der Herrschenden lesen. Diese zielt häufig nur darauf, eine „bessere“ Form, wie die Ware Arbeitskraft noch effizienter für den Standort Deutschland ausgebildet werden könne, einzufordern. Und auch in den Arbeitskämpfen wird oftmals betont, dass man als Arbeiter_in doch im gleichen Boot sitze wie die Kapitalist_innen. In dieser Logik erscheinen auch Lohnkürzungen, um wenigstens den Arbeitsplatz zu erhalten, als angemessen.

Auf diese Art zu denken und zu „kämpfen“ werden wir uns nicht einlassen!

Wir wollen die Abschaffung der Lohnarbeit und nicht nur höhere Löhne. Eine von Kapitalinteressen und Herrschaft freie Bildung, Forschung und Lehre und nicht nur eine kostenlose Ausbildung. Eine Stadt, die für mehr als nur zum arbeiten und konsumieren da ist. Eine Gesundheitsfürsorge, die sich am Wohlergehen und den Bedürfnissen der Menschen ausrichtet und nicht an deren Produktivität und Verwertbarkeit.

Denn, dass ein gutes Leben für alle möglich ist, zeigt bereits der Widerspruch von prall gefüllten Warenhäusern, Lagerräumen, Apotheken und den zahllosen Hungernden, Leidenden und Kranken dieser Welt.

Die Veränderung der bestehenden Verhältnisse und die Ausrichtung der Welt am Wohl der Menschen wird sich sicher nicht durch Appelle an „Vater Staat“ oder die „Segnungen“ des Marktes erreichen lassen.

Der Zurichtung für den Standort und dem Ausschluss aus gesellschaftlichen Prozessen haben wir den solidarischen Kampf um Selbstbestimmung und Aneignung entgegen zu setzen – überall dort, wo er geführt werden muss und immer mit der Perspektive auf eine ganz andere Wirklichkeit, jenseits von staatlichen und ideologischen Zwangskollektiven und den Sachzwängen einer kapitalistisch organisierten Wirtschaft.
Unser Leben in unsere Hände!
Darum: Für die soziale Revolution!

Beteiligt euch an der bundesweiten Studiedemo am 30.01.10.

14 Uhr – Bockenheimer Warte

Kampangenseite

Es rufen auf: antifa [ko] * autonome antifa [f] * Campusantifa * ehemalige Antifaschistische Gruppe (Antifa G) * FAU Frankfurt – Gewerkschaft für alle Berufe * Krisengruppe FFM * ÖkoLinX-Antirassistische Liste Frankfurt * Ökologische Linke Frankfurt *

Unterstützer_innen:
Autonome Antifa Worms
FAU Kassel – Allgemeines Syndikat
UFFBASSE Darmstadt
FAU Moers
Syndikat-A (Anarcho-syndikalistischer Medienvertrieb)
Antifaschistische Linke Darmstadt (Alda)
Antifa AK Köln
libertär-sozialistische Gruppe Bergstrasse
FAU Saar
Antinationale Offensive Saar [ANO]
Libertäres Bündnis der Wetterau
Inforadio Jena
ZWantifa (Zweibrücker Antifaschaschist_innen)
Anarchistische Gruppe [:ag] Freiburg
FAU Darmstadt
LSD/ASJ Darmstadt
Revolutionäre-Antifaschistische-Liste UNI Kassel (RAL)
Aktionsgruppe Schwarze Taube (AgST)
Antifa Winsen & Umgebung (AW&U)
Industrial Workers of the World (IWW), Allgemeine Ortsgruppe Frankfurt/ Rhein Mains
Demokratische Linke | Uni Gießen
FAU-Lokalföderation Münsterland
FAU Aschaffenburg
ASJ Göttingen
Antifa Gruppe 5 Marburg
Basisgruppe Geschichte Göttingen
FAU Stuttgart
Antifaschistische Gruppe Bensheim
Antifaschistische Linke Darmstadt
AK Kritische Geographie Leipzig
ASJ Münsterland

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http://asjmuenster.blogsport.de/2010/01/24/alles-fuer-alle-fuer-die-soziale-revolution/feed/
Solidarität mit der FAU Berlin http://asjmuenster.blogsport.de/2009/12/22/solidaritaet-mit-der-fau-berlin/ http://asjmuenster.blogsport.de/2009/12/22/solidaritaet-mit-der-fau-berlin/#comments Tue, 22 Dec 2009 13:20:26 +0000 ASJ-MS1 Allgemein http://asjmuenster.blogsport.de/2009/12/22/solidaritaet-mit-der-fau-berlin/ FAU - Verboten kämpferisch!Am vergangenen Freitag, den 11.12.2009 erhielt die Freie Arbeiterinnen und Arbeiter Union Berlin das Urteil des Landesgerichtes Berlin – Brandenburg, in dem verkündet wurde, dass sie sich fortan nicht mehr “Gewerkschaft” oder “Basisbewerkschaft” nennen darf. Auf Missachtung des Urteils steht eine Freiheitsstrafe von bis zu einem halben Jahr, oder ein Geldbetrag in Höhe von 250.000 Euro.

Kläger gegen die FAU Berlin waren die Geschäftsführer Timothy Grossmann und Tobias Hackel des Betriebes der “Neuen Babylon Berlin Gmbh”, gegen deren Betrieb die FAU Berlin seit einigen Monaten einen intensiven Arbeitskampf führt, der über Berlin hinaus intensive Wahrnehmung erfuhr. Während des Arbeitskampfes wurde die FAU Berlin immer wieder Zielscheibe für undemokratische bishin zu reaktionären Interventionen von Organen wie Ver.di vertreten durch Andreas Köhn oder der Linkspartei. www.fau.org/artikel/art_091101-072123, http://www.fau.org/artikel/art_090927-020756

Doch die kämpfende Belegschaft und die FAU Berlin im Kino Babylon ließen sich von ihren übermächtigen Konkurrenten wenig beeindrucken und kämpften weiter, mit der Perspektive einen erfolgreichen Arbeitskampf durchzuführen, um schließlich allen zu zeigen, was schon längst hätte auf dem Plan stehen müssen: Die Durchsetzungsfähigkeit und Kompetenz anarchosyndikalistischer und damit auch selbstbestimmter Ideen und Organisation.

Sie trotzten allen Schwierigkeiten, so gut, wie es die Umstände ermöglichten, bis die Damen und Herren der sozialpartnerschaftlichen Agenda nur mit Druck juristischen Beistands Sanktionen gegen die Beschäftigten und die FAU Berlin, die am stärksten aufgestellte Gewerkschaft im Betrieb, erheben konnten, um ihnen so jeglichen Handlungsspielraum zu nehmen – durch Klagewut sollte eine Lähmung erzielt werden. www.fau.org/artikel/art_091013-075030

Das Urteil im Oktober sollte nicht die letzte offensive Maßnahme gegen die GewerkschafterInnen sein. Schließlich wurde der FAU Berlin, wie oben erwähnt, unter Androhung von Strafe verboten, sich Gewerkschaft zu nennen. Dies ist nicht nur ein Angriff auf Gewerkschaftsfreiheit und damit die Freiheit, selbst zu entscheiden, wie man sich organisiert, anstatt dies Funktionärseliten oder Geschäftsführungen zu überlassen, sondern dies ist auch das erste deFacto-Verbot einer gewerkschaftlichen Organisation seit 1933, da das Verbot sich “Gewerkschaft” zu nennen, mehr ist, als nur nicht mehr ein Wort gebrauchen zu dürfen.
www.fau.org/artikel/art_091212-141820,

Jede weitere “gewerkschaftliche Arbeit” ist der FAU Berlin offiziell verunmöglicht. Da sie sich nicht als Gewerkschaft bezeichnen darf, stehen ihr nicht einmal die geringsten Gewerkschaftsrechte zu. Ein Teufelskreis, der nur mehr unterstreicht, dass der Begriff des Verbots zu keinem Zeitpunkt plastisch oder irreal ist, es ist die logische Konsequenz für die Arbeit der FAU, die durch das Urteil ad Absurdum geführt werden soll. Obwohl ihr die Bezeichung per Gericht aberkannt wurde, werden ihre Mitgleider im Betrieb so behandelt wie zuvor, nämlich als Mitglieder der ArbeiternehmerInnenvetretung, die am aktivsten im Betrieb arbeitet.

Somit wird den kämpfenden Aktiven, den Beschäftigen, jegliches Recht entzogen sich gegen miese Arbeitsbedingungen und niedrige Bezahlung zur Wehr zu setzen. Die DGB Gewerkschaften stellen unter diesen Umständen die übrige und einzige Alternative dar. Wie sehr aber der Funktionärsapparat während der Geschichte im Babylon bewiesen hat, wie die Uhren in der Hauptstadt ticken, wird natürlich nicht vom Landesgericht Berlin-Brandenburg in Betracht gezogen – Es war ein erstklassig aufgeführter Krimi der Arbeitskampfgeschichte, in dem mündige und kämpferische Beschäftige, ob ver.di, FAU oder unorganisiert, entmündigt und bekämpft wurden – von allen Seiten – und nach Strich und Faden verarscht und übergangen werden, alles für den guten Ruf eines engagierten “linken” Kinos versteht sich.

Die Geschehnisse, die sich im Babylon abspielen, sind ein bundesweites Zeichen der Organisierungsfrage, die die FAU gestellt hat, als Gewerkschaft aufzutreten und eine Perspektive, abseits des Jochs von DGB-FunktionärInnen und Politzirkus, zu entwickeln, die allen, die ihr Leben selbst gestalten und verwirklichen wollen, nach basisdemokratischen und solidarischen Prinzipien leben und streben und letztendlich die Stärke zu erkennen, erfolgreich gegen Politik und Kapital vorzugehgen. Die Präsenz und die Attraktivität des Kampfes war nicht zu übersehen, und damit konnte auch die FAU nicht länger ignoriert werden – die Folgen sehen wir. Die GegnerInnen dieses Kampfes sind sich natürlich bewusst, wie sehr dieser Kampf in der BRD Schule machen würde. Sie wissen auch, dass es (noch) kein alternatives Bewusstsein zu Sozialpartnerschaft und Postfaschistischen Tendenzen gibt. Ihnen ist bewusst, dass die soziale Lage für viele Menschen immer härter wird, die Lebensbedingungen prekärer und damit unaustehlicher, daher müssen sie als Schergen des Kapitals alle klassenkämpferischen Elemente mit direkter Wirkung unterbinden. Deswegen wissen wir, wie wichtig die Unterstützung für die FAU Berlin ist und wie wichtig es ist, dass die FAU Berlin diesen Kampf erfolgreich weiterführt und gewinnt. Trotz des Verbotes, wurde vom Berliner Senat 30.000 Euro jährlich mehr versprochen, die in die Löhne der Angestellten investiert werden sollen. Ein kleiner Erfolg ist schon spürbar,

daher rufen wir auf, die FAU Berlin im Kampf
für Gewerkschaftsfreiheit – das Recht der Selbstbestimmung von Organistation und Kampfmittel der ArbeiterInnen
für einen erfolgreichen Arbeitskampf im Kino Babylon
und für viele weitere Arbeitskämpfe in 2,3, vielen neuen “Babylone”

zu unterstützen.
Klassenkampf statt Sozialpartnerschaft.
Solidarität mit der FAU Berlin!

ASJ NRW

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Buchvorstellung und Diskussion zur Krise http://asjmuenster.blogsport.de/2009/10/21/buchvorstellung-und-diskussion-zur-krise/ http://asjmuenster.blogsport.de/2009/10/21/buchvorstellung-und-diskussion-zur-krise/#comments Wed, 21 Oct 2009 11:28:11 +0000 ASJ-MS1 Allgemein http://asjmuenster.blogsport.de/2009/10/21/buchvorstellung-und-diskussion-zur-krise/ In den vergangenen zwei Jahren erfasste eine Finanzkrise die gesamte
Weltwirtschaft und weitete sich zur kapitalistischen Systemkrise aus. Die
herrschenden Eliten verabschiedeten sich vom goldenen Kalb des
Marktradikalismus und starteten gigantische geldpolitische und staatliche
Stützungsprogramme.
Wird die Systemkrise wie die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre in eine
lang anhaltende Depression umschlagen? Und sind dann so katastrophale Folgen
wie damals in Reichweite?
Der Historiker Karl Heinz Roth rekonstruiert die aktuelle Krisendynamik.

Dienstag, 27.10.2009
20.00 Uhr
Hüfferstift,
großer Hörsaal

Eine gmeinsame Veranstaltung von:
Infogruppe Bankrott
Gruppe B.A.S.T.A.
FAU und ASJ
Antifaschistische Linke Münster
Antimilitaristische Gruppe
AStA der FAH

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http://asjmuenster.blogsport.de/2009/10/21/buchvorstellung-und-diskussion-zur-krise/feed/
Bleiberecht für alle! Für grenzenlose Solidarität! http://asjmuenster.blogsport.de/2009/10/07/bleiberecht-fuer-alle-fuer-grenzenlose-solidaritaet/ http://asjmuenster.blogsport.de/2009/10/07/bleiberecht-fuer-alle-fuer-grenzenlose-solidaritaet/#comments Wed, 07 Oct 2009 17:49:37 +0000 ASJ-MS1 Allgemein http://asjmuenster.blogsport.de/2009/10/07/bleiberecht-fuer-alle-fuer-grenzenlose-solidaritaet/ Bleiberecht fÃ�¼r alle! Abschiebung heiÃ��t Mord!
Flyertext der ASJ-Münster zur geplanten Abschiebung von Rroma aus Münster:
Momentan sind 302 aus dem Kosovo stammende, in Münster lebende Rroma von der Abschiebung bedroht. Diese Menschen haben sich keines Verbrechens schuldig gemacht – Ihr einziger Fehler war es, am falschen Ort geboren worden zu sein. Sie sind vor Krieg und Armut im heutigen Kosovo geflohen. In der Hoffnung, dass in Deutschland ihre Menschenrechte geachtet werden, beantragten die Flüchtlinge Asyl. Vom deutschen „Menschen-Rechtsstaat“ bekamen sie jedoch nur eine zeitweilige Duldung. Jetzt sollen die Rroma abgeschoben werden, in ein Gebiet, das vom Krieg zerstört ist und in dem sie einer dauerhaften Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt sind.
Dies ist ein Akt des puren Rassismus. Schon im dritten Reich wurden Sinti und Rroma in Konzentrationslagern gefoltert und getötet. Nicht nur daraus ergibt sich die Pflicht gegen diese rassistische Diskriminierung vorzugehen.
Wenn sich jedoch auf einmal PolitikerInnen wie der designierte Münsteraner Oberbürgermeister Markus Lewe gegen die Abschiebung aussprechen, ist das nichts als scheinheilige Heuchelei. Die Parteien ebensolcher PolitikerInnen sind für das rassistische deutsche und europäische Asylrecht verantwortlich.
Wir fordern ein Bleiberecht für alle – nicht nur für Rroma!
Wir kämpfen für eine grenzenlose Welt ohne Nationen.
Nieder mit der Herrschaft von Menschen über Menschen, kapitalistischer Ausbeutung und rassistischer Diskriminierung!
Menschenrechte gelten für alle – unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft!

asjmuenster.blogsport.de

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http://asjmuenster.blogsport.de/2009/10/07/bleiberecht-fuer-alle-fuer-grenzenlose-solidaritaet/feed/
Du hast Lust dich auch weiterhin zusammen mit anderen Jugendlichen zu engagieren? http://asjmuenster.blogsport.de/2009/06/13/du-hast-lust-dich-auch-weiterhin-zusammen-mit-anderen-jugendlichen-zu-engagieren/ http://asjmuenster.blogsport.de/2009/06/13/du-hast-lust-dich-auch-weiterhin-zusammen-mit-anderen-jugendlichen-zu-engagieren/#comments Sat, 13 Jun 2009 20:23:11 +0000 ASJ-MS1 Allgemein http://asjmuenster.blogsport.de/2009/06/13/du-hast-lust-dich-auch-weiterhin-zusammen-mit-anderen-jugendlichen-zu-engagieren/ Bildungsstreik

Aber wie?
Klar ist: Das schöne Leben und eine bessere Welt fallen nicht vom Himmel, sondern müssen erkämpft werden. Dabei helfen dir weder Parteien noch andere staatstragende Organisationen, denn die hatten die letzten 60 Jahre die Macht und hätten es ändern können – wenn sie es denn ernsthaft gewollt hätten…

Die wahren Bildungsgipfel finden auf der Straße statt!
Die ASJ – Anarchosyndikalistische Jugend – ist ein außerparlamentarisches Netzwerk, das es in verschiedenen Städten schon gibt, aber in Münster erst noch gegründet werden müsste.

Wir haben langfristig das Ziel, alle gängigen Massenvernichtungswaffen (Staat, Kapitalismus, …) abzuschaffen. Dazu schaffen wir einen Raum, in dem sich Jugendliche ohne Hierarchien, also gleichberechtigt, engagieren können. Kurz: Wir wollen selbst aktiv werden, ohne „von oben“ dirigiert zu werden.

Dabei arbeiten wir eng mit der FAU – Freie ArbeiterInnen Union – zusammen. Die FAU ist eine anarchosyndikalistische Gewerkschaft. Dem kapitalistischen System aus Ausbeutung, Herrschaft und Diskriminierung setzt die FAU ein Gegenkonzept entgegen, das denArbeiter_innen konkret hilft und gleichzeitig auf eine gerechte Ökonomie hinarbeitet.

Die ASJ und die FAU verbindet die gleiche Ziele. Aber in der ASJ sollen sich vor Allem Schüler_innen, Studierend und Azubis vernetzen, da wir unseren Schwerpunkt auf den Alltag und die Lebenswel von junge Menschen legen. Wie Du daran teilnehmen kannst, bestimmst Du selbst.

Wenn du Lust hast, komm am 26.06.2009 zum Chill ‚n Grill an den Aasee. Wir treffen uns ab 16:00 Uhr im Don Quijote, Scharnhorststr.57. Grill & Getränke sind da, Futter bitte selbst organisieren.

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http://asjmuenster.blogsport.de/2009/06/13/du-hast-lust-dich-auch-weiterhin-zusammen-mit-anderen-jugendlichen-zu-engagieren/feed/
Systemkritischer Aufruf zum Bildungsstreik http://asjmuenster.blogsport.de/2009/06/13/systemkritischer-aufruf-zum-bildungsstreik/ http://asjmuenster.blogsport.de/2009/06/13/systemkritischer-aufruf-zum-bildungsstreik/#comments Sat, 13 Jun 2009 17:08:44 +0000 ASJ-MS1 Allgemein http://asjmuenster.blogsport.de/2009/06/13/systemkritischer-aufruf-zum-bildungsstreik/ Könnt ihr ab jetzt hier downloaden.

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Wir, die Extremisten http://asjmuenster.blogsport.de/2009/06/13/8/ http://asjmuenster.blogsport.de/2009/06/13/8/#comments Sat, 13 Jun 2009 16:59:26 +0000 ASJ-MS1 Allgemein http://asjmuenster.blogsport.de/2009/06/13/8/ Man kennt uns aus dem Verfassungsschutzbericht. Wir stehen unter „Traditionelle Anarchisten“ oder „sonstige linksextreme Bestrebungen“. Anarchisten wollen alle Ordnung aus den Angeln heben und werfen Bomben. Der Staat bricht dann zusammen und dahin sind Freiheit, Demokratie und Grundrechte. Die Wirtschaft bricht auch zusammen, und wenn dann alle gleich sind, dann darin, dass es keinem mehr gut geht. Wie jeder weiß, braucht es etwas Zwang und Anreiz, sonst sind alle faul und niemand hat mehr was zu essen. Und weil wir genau das wollen, gehen wir bevorzugt auf Demos und sehen dabei entweder richtig bedrohlich aus, oder auch immer öfter mal ganz lustig, mit kreativen Aktionen und so. Wir infiltrieren arglose Arbeiter und Studenten und blenden die Medien mit unserem sympathischen Auftreten. Wir sind Rattenfänger, Hochstapler, Dogmatiker, Ideologen und Eiferer und liegen dem Staat oder unseren Eltern auf der Tasche. Und vor allem sind wir eines nicht, nie, niemals: Kapitalisten.

Ja, und dazu stehen wir: Wir sind gegen den Kapitalismus! Es wird Zeit: Krise, ökologisches Desaster, Ausbeutung, Verelendung… Die unsichtbare Hand des Marktes regelt das nicht wieder, der Kapitalismus kann nur als System der Ausbeutung funktionieren! Wir wollen aber auch nicht zurück in die DDR, wir wollen keinen Zentralismus, der unsere Freiheit erdrückt. Wir sind glühende VerfechterInnen der Freiheit. Deshalb muss der Sozialismus anders sein, dezentral, föderal, von uns, den Arbeitenden, selbst gesteuert.

Wir gründen deswegen keine Partei. Wir glauben nicht daran, dass dieser pseudorepräsentative Parlamentarismus den Titel Demokratie verdient. Die wollen wir nämlich eigentlich gar nicht abschaffen. Nein, wenn wir ein Problem mit „Demokratie“ haben, dann, weil das Wort immer noch „Herrschaft“ enthält. Wir wollen echte Selbstbestimmung statt gelegentlichem Kreuzchenmachen. Unsere Demokratie muss ebenso wie unser Sozialismus dezentral, föderal sein, von uns selbst ausgehen.

Wir gehen auch nicht in den DGB und die Betriebsräte, obwohl dort ArbeiterInnen dort doch mitbestimmen dürfen! Ja, so lange sie im Gegenzug friedlich bleiben und keine Forderungen stellen, die dem Kapitalismus wirklich gefährlich werden. Wir sind übrigens nicht gegen all die kleinen Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, die diese im Laufe der Jahrzehnte erkämpft haben (und nun sukzessive wieder preisgeben). Wir sind nicht gegen Reformen, aber gegen Reformismus, das heißt die Beschränkung der Forderungen auf das angeblich nur „Machbare“ und die Denkverbote gegenüber wirklichen Veränderungen à la „geht ja sowieso nicht“ und „dann bricht ja alles zusammen“.

Wir sind auch nicht gegen „Globalisierung“, wir sind gegen Nationalismus und gegen die Konkurrenz nationaler „Wirtschaftsstandorte“ auf dem Rücken der Arbeitenden. Wir sind aber auch gegen eine Globalisierung, die alles und jedeN in die rücksichtslose Plünderung der Ressourcen hineinzieht, wir sind die gegen die Globalisierung einer Coca-Cola-McDoof-Plastikeinheitswelt mit immer größeren Slums. Wir sind aber auch gegen religiös begründete Herrschaft, die ist bestimmt nicht besser als unsere „aufgeklärte“. Wir jubeln daher auch nicht jede traditionalistische Gegenbewegung gegen den „Westen“ hoch.

Was aber dann? Wenn wir von dem, was wir alles nicht wollen, zu dem, was wir alles wollen, wollen, brauchen wir vor allem eines: kämpferische Gewerkschaften. --- Häh? --- OK, das kam jetzt etwas unvermittelt. Ich glaube, das versteht der Verfassungsschutz auch nicht. Wenn Ihr weiterlest, habt Ihr also ggf. einen kleinen Wissensvorsprung. Da steht also oben was von Sozialismus, Demokratie, Selbstbestimmung, dezentral und föderal. Doch so ganz genau wissen wir auch noch nicht, wie das aussehen kann. Und ganz schön lange wird es wohl noch dauern. Wir brauchen die Zeit auch zum ausprobieren.

Wir lassen uns nicht erzählen, dass der Mensch von Natur aus nach Profit strebt und außerdem jemanden braucht, der sagt, wo’s lang geht. Nein, der Mensch strebt sicherlich nach Wohlstand, Anerkennung usw., aber nach Profit wohl allenfalls von Kultur aus. Und ohne jemanden auszukommen, der sagt, wo’s langgeht, ist eine Frage des Lernens. Genauso wie der Sozialismus, also ein echter, nicht so einer wie damals in der DDR.

Die Gewerkschaft ist also eigentlich eine Schule, jedenfalls in dieser Hinsicht. Außerdem wollen wir natürlich wie jede anständige Gewerkschaft das bessere Leben im hier und jetzt, ohne aber das mit dem Fernziel zu vergessen. Die Schule ist also eine Kampforganisation, oder besser umgekehrt: Die Kampforganisation ist eine Schule. Wir lernen, unsere Macht zu erkennen, unsere Kräfte zu bündeln und zu koordinieren, um durch kollektives und direktes Handeln dieses oder jenes konkrete Ziel zu erreichen, das wir alleine nicht erreichen würden. Der Lernerfolg ist die Erfahrung von Macht und die Erfahrung, wie man kollektives Handeln koordiniert, ohne Chefs.

Zwischendurch werden wir uns immer wieder in den Fallstricken des gewerkschaftlichen Kleinkriegs verheddern. Und hoffentlich dabei immer wieder ein paar Menschen mehr bewusst gemacht haben, worin ihre Macht als kleine Rädchen im System besteht. Nämlich darin, sich nicht zu drehen. Gewerkschaftsmacht ist die Möglichkeit, die Kapitalverwertung zu stoppen. Und diese Macht kann den Arbeitenden niemand nehmen. Aber wirksam einsetzen kann man sie nur kollektiv. Und es gibt immer mehr große Wirtschaftssektoren, in denen die Arbeitenden (theoretisch) große Macht haben, aber fast keine Gewerkschaften existieren – wenn zum Beispiel alle Call Center Agents, alle Serveradministratoren oder alle TransportarbeiterInnen streiken würden, stände in kürzester Zeit fast die ganze Wirtschaft still.

Die Gewerkschaft ist nicht nur für den berühmten Fabrikarbeiter im Blaumann da – hier gehören alle hinein, die direkt oder indirekt vom Verkauf ihrer Arbeitskraft leben, oder zukünftig leben müssen, oder gelebt haben, oder die der Staat wieder zum Verkauf ihrer Arbeitskraft zwingen will. Nur die, die davon leben, dass andere für sie arbeiten, gehören nicht hierhin. Gewerkschaft heißt nicht nur Arbeitskampf, sondern auch Kultur, Bildung, auch andere Herrschaftsverhältnisse, die uns hemmen, zu bekämpfen. Aber ohne die ökonomische Macht und das Wissen, damit umzugehen, kommen wir zu nix.

So extremistisch sind wir. Wir sind übrigens die mit der Katze im Kreis. Und wir sind natürlich noch mehr und laufen nicht alle auf Demos herum und machen überwiegend auch anderes als das. Wir arbeiten in allen möglichen Betrieben, gehen zur Schule, erziehen Kinder, kassieren Rente oder ALG II, betreiben solidarischen Handel, sind Freiberufler, KünstlerInnen und sonst alles Mögliche. Außer Kapitalisten.

Wenn Ihr zu uns stoßen wollt: Geht mal bei der Fahne mit der Katze vorbei. Oder besucht uns! Wo und wie, erfahrt Ihr auf www.fau.org unter „vor Ort“ und „im Betrieb“. FAU steht übrigens für Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union. Wenn Ihr SchülerInnen, StudentInnen oder Azubis seid und etwas gegen die katastrophalen Verhältnisse im Bildungswesen unternehmen wollt, seit Ihr ebenfalls bei der ASJ willkommen. Das ist die Anarcho-Syndikalistische Jugend, die findet Ihr auch unter www.fau.org/jugend.

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